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Rudolf Sieber

Rudolf Sieber erlernt ab 1971 den Beruf des Schriftsetzers. Die Ausbildung erfolgt „im Blei“, ganz in der Tradition Gutenbergs, obschon im ersten Ausbildungsjahr eine Diatype-Fotosetzmaschine die Aufmerksamkeit der Lehrlingsmannschaft auf sich zieht. Ein erster früher Hinweis auf die sich anbahnenden technischen Innovationen des Kommunikationszeitalters, das damals noch nicht so heißt. Bereits in der Ausbildung „umbricht“ Sieber verantwortlich die Hauszeitung von „Hirschmann Antennen“ und arbeitet für das Magazin „Christophorus“ (Hauszeitung Porsche). Kleine Highlights im Lehrlingsalltag sind die Übergaben der Korrekturfahnen an Christophorus-Chefredakteur Richard von Frankenberg. 

Parallel zur Berufsausbildung gestaltet Sieber in seiner Heimatstadt Esslingen zahlreiche Plakate für Kreisjugendring, Stadtjugendring, DGB und andere. Er entwickelt Konzertplakate (Ekseption, Eulenspygel, Tannahill Weavers – viel Populäres aus den frühen 70ern) und druckt diese teilweise selbst im Siebdruck.

Mitte der 70er Jahre Umschulung zum Fotosetzer, Aufnahme des Grafik Design-Studiums an der Fh für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Neben dem Studium arbeitet Sieber für eine Werbeagentur und ist an Projekten aus den Bereichen Spielwaren, Schmuck und Mode beteiligt. 

Das Medienpaket „Die Schmiere” (Satirisches Theater in Frankfurt/M.), eine gemeinsame Studienarbeit von Rudolf Sieber und seiner Kommilitonin Gertrud Trautwein, ist Gegenstand der ersten Fachbuch-Veröffentlichung des jungen Designers („Grafik Design Education” Igildo G. Biesele, ABC Verlag Zürich 1981).

Nach dem Studium ist Rudolf Sieber frei für zwei Werbeagenturen aktiv, bevor er sich 1981 mit seinem eigenen Büro selbstständig macht. Zu den Kunden der ersten Jahre zählen die „Schleich GmbH” in Schwäbisch Gmünd und die „Seitz Polyurethan-Technik GmbH“ in Krautheim. 

Für Schleich entwickelt Sieber hunderte Spielwaren-Kartonagen und -Verpackungen, Kataloge etc. für den weltweiten Einsatz (Schlümpfe – u.a. auch die heute begehrten Superschlumpf-Verpackungen, Muppets, Lucky Luke u.v.m.).

Für Seitz (Fenster, Türen, Hebekippdächer für Reisemobile) konzipiert und realisiert er europaweite Kampagnen; macht Pressearbeit in den USA, in Europa und in Japan; plant große Messebauten und betreut deren internationale Umsetzung. 

Mitte der 90er Jahre (die 24 Jahre alte Diatype-Fotosetzmaschine aus der Ausbildungszeit steht schon längst im Museum) gestaltet Sieber die ersten Internet-Auftritte. Was damals sehr vorsichtig beginnt, ist heute im Büro Sieber zentraler Punkt aller Überlegungen und Marketing-Planungen.

Sieber ist annähernd 10 Jahre Vorstandsmitglied im HolzAluForum (Verband zur Steigerung der Marktanteile von HolzAlu-Fenstersystemen ) und entwickelt das „Werbe- und PR-Paket“ für die Fensterbaubranche, das von ca. 50 verarbeitenden Betrieben bundesweit eingesetzt wird. Er hält in diesem Zusammenhang deutschlandweit Vorträge zum Thema Markenbildung und Markenführung auf Kongressen, vor Verbänden und anderen Organisationen.

Rudolf Sieber und sein Team betreuen heute als Designbüro und Werbeagentur marktführende Kunden aus der Industrie, Verlage, Verbände und kulturelle Institutionen – national und international. Großer Wert wird auf Beständigkeit und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Auftraggebern gelegt - so werden viele Kunden länger als 15 Jahre begleitet. Darüber hinaus berät und betreut Sieber ehrenamtlich zahlreiche kulturelle Projekte und öffentliche Einrichtungen.